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Vor über hundert Jahren war der Große Kohlweißling manchmal eine Plage. Kohlbauern mochten seine Raupen nicht, und vor den von ihnen massenhaft benagten und - pardon - vollgeschissenen Kohlbättern schüttelte es die Bäuerin. Diese Zeiten sind lange vorbei.
Heute benötigt selbst der Große Kohlweißling an manchen Orten menschliche Überlebenshilfe. Er ist nämlich ein Kulturfolger geworden. Und wo wir ihm nicht willig ein paar Strünke Kohl für seine Raupen lassen, wo die empörte Hausfrau nicht allzu streng über ihre bunt blühende Kapuzinerkresse wacht, da flattert auch bald eine Kohlweißlingsmama an und legt bis über hundert Eier auf einmal auf die Vorgartenleckereien.

Foto: K.Kunze, Fürstenhagen (Bramwald)
5.7.2008
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Foto: K.Kunze, Fürstenhagen (Bramwald)
20.7.2010
Im Herbst verpuppen sich die Raupen und überwintern
als Puppe. Die im Frühling geschlüpften Falter der
ersten von zwei jährlichen Generationen müssen gut
suchen, etwas zu trinken zu finden. Die Gärten der Menschen
haben sich ihren sommerlichen Blütenschmuck noch nicht
angetan. Das Weibchen hier links stärkt sich an einer Vorgartenbuddleja, während das Pärchen oben Wichtigeres zu tun hat.
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