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Forschungsgruppe
Kreis Ohlau
Forschungsgruppe Kreis Ohlau, Schlesien, der Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher Klaus Kunze, Stegwiese 35, 51067 Köln |
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Grundherrschaft:
um 1250: gehört dem Geschlecht der Suevi; 1360: Bavarus; vor 1597 von Schreibendorf; danach von Stahr; 1655: von Tschammer; 1664 von Sebottendorf; 1665: Helena Elisabeth Freiin von Kot(t)ulinsky; 1719: Johann Josef und Johann Adrian von Hoverden-Plencken; 1783: „Besitzer ist gegenwärtig der Baron von Plentken“; 1819: Kammerherr Graf von Howerden; 1845: Eduard Graf Hoverden-Plenken. – Rittergut 1907 von Strachwitz
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um 1250: |
16 Zinshufen, 5 Freihufen des Scholzen, 2 Hufen Widmut. |
1303: |
23 Zinshufen. |
1783: |
1 evangelische Kirche, 1 katholische Kapelle, 1 herrschaftliches
Vorwerk, 1 Mühle, 8 Bauern- und 29 andere Stellen, 249 Einwohner,
„welche gröstentheils evangelisch sind“. |
1819: |
1 evangelische Filialkirche, 1 katholische Curatialkirche;
1 Schloß, 1 Vorwerk, 1 Kretscham, 8 Bauergüter, 16 Freigärtner-,
19 Dreschgärtner- und 2 dienstbare Häuslerstellen sowie 1
Freihäuslerstelle, 1 Müllerhaus, 1 Schmiedewohnung, 7 sonstige
Feuerstellen, insgesamt 57 Haushalte; 474 Einwohner ( 230 männlich,
244 weiblich; 187 Lutheraner, 287 Katholiken). Hierzu: Vorwerk Philippsfeld. |
1845: |
1 Schloß, 1 herrschaftliches Vorwerk, 1 evangelische
Parochial-Kirche, 1 katholische Curatial-Pfarrkirche, 1 katholische
Schule (seit 1712), Schulhaus und Curatialhaus, 1 Wassermühle,
1 Roßmühle, 1 Brauerei, 1 Armenhaus, 2 Wirtshäuser;
74 Häuser, 537 Einwohner (245 evangelisch); 2 Handwerker, 4 Händler;
1800 Merinoschafe, 173 Rinder; Garten mit Parkanlagen und Gewächshäusern,
1 Fasanerie; Lein-, Raps- und Tabaksbau. Hierzu: Philipssfeld, Kolonie
von 1 Vorwerk und 11 Stellen, angelegt 1797. |
1871: |
Landgemeinde: 73 Wohngebäude, 115 Haushaltungen,
496 Einwohner (davon 308 ortsgebürtig; 255 männlich, 241 weiblich;
247 evangelisch, 249 katholisch). Auf Philippsfeld entfallen 16 Wohngebäude
mit 95 Einwohnern. Gutsbezirk: 8 Wohngebäude, 21 Haushaltungen,
100 Einwohner (davon 46 ortsgebürtig; 52 männlich, 48 weiblich;
54 evangelisch, 46 katholisch). |
| 1885; |
| Landgemeinde: Flächeninhalt 267 ha, davon Ackerland 221 ha, Wiesen 17 ha, Holzungen 15 ha; Grundsteuer-Reinertrag vom Ackerland 32,12 Mark/ha, von Wiesen 30,16 Mark/ha, von Holzungen 9,01 Mark/ha. 2 Wohnplätze mit 74 Wohngebäuden, 110 Haushaltungen und 435 Einwohnern (davon 209 männlich, 226 weiblich; 215 Evangelische, 220 Katholiken). Auf Philippsfeld entfallen 13 Wohngebäude und 62 Einwohner. – Gutsbezirk: Flächeninhalt 376 ha, davon Ackerland 266 ha, Wiesen 53 ha, Holzungen 45 ha; Grundsteuer-Reinertrag vom Ackerland 18,18 Mark/ha, von Wiesen 37,90 Mark/ha, von Holzungen 9,25 Mark/ha. 1 Wohnplatz mit 8 Wohngebäuden, 22 Haushaltungen und 115 Einwohnern (davon 54 männlich, 61 weiblich; 56 Evangelische, 59 Katholiken). |
1895: |
Landgemeinde: 53 Wohnhäuser, 71 Haushaltungen,
327 Einwohner (davon 151 männlich, 176 weiblich; 156 evangelisch,
171 katholisch). Auf Philippsfeld entfallen 10 Wohngebäude mit
55 Einwohnern. Gutsbezirk: 10 Wohnhäuser, 33 Haushaltungen, 131
Einwohner (davon 64 männlich, 67 weiblich; 50 evangelisch, 81 katholisch). |
1905: |
Landgemeinde: 62 Wohnhäuser, 71 Haushaltungen,
316 Einwohner (Muttersprache: deutsch 316); Gemarkungsfläche 266,6
ha; Grundsteuer-Reinertrag 30,11 Mark/ha. Auf Nebenwohnplätze entfallende
Wohnhäuser und Einwohner: Philippsfeld 11 und 49, Wassermühle
1 und 5. Gutsbezirk: 8 Wohnhäuser, 25 Haushaltungen, 98 Einwohner
(Muttersprache: deutsch 98); Gemarkungsfläche 376,0 ha; Grundsteuer-Reinertrag
20,66 Mark/ha. |
| 1925: |
| 3 Wohnplätze, 78 Wohnhäuser, 119 Haushaltungen, 504 Einwohner (davon 241 männlich, 263 weiblich; 185 evangelisch, 319 katholisch); Flächengröße 1931: 850,7 ha, Grundsteuer-Reinertrag 22,06 RM/ha. |
1935: |
485 Einwohner. |
1939: |
117 Haushaltungen, 473 Einwohner. |
Bämsch, Bauch, Baumgarten, Beck, Beutner, Birkner, Brinkmann, Bruckuf,
Bruna (2), Buczek, Burkhart, Daniel, Damzog, Döring, Doruch (2),
Drechsler, Driese, Förster, Gonsior, Gowin, Gawron, Grund (4), Guhlich
(2), Hadamzyk, Hanke, Hansel, Hartmann, Haschke, Hauf, Hellmann, Hensel
(3), Hentschel, Hirsch, Hoffmann, Höhne (3), Jahn, Janaschick, Jung,
Kabus, Kaiser, Klein, Kollmitz (2), Konschak, Kontny, Krusche, Kudelka,
Kunsch, Kunisch, Kurpiela, Langner, Lawatsch (3), Lilge, Mai (2), Makio,
Mandausch, Marke, Michalleck, Müller, Nickisch, Neugebauer (2), Oel,
Peisker, Pfeiffer, Pfirschke (2), Pohlit, Pusch, Quaschniok, Reichenau,
Reichert, Rother (2), Ruth, Sanetzki, Scheer, Schelenz (2), Schlesinger,
Schmidt, Schneider (6), Scholz, Seidel (2), Stanchly,
Sprotowsky (2), Stephan (3), Strachwitz Graf, Strachwitz-Saurma Gräfin,
Symaszyk, Teichmann, Thomas, Tischer (4), Tobias, Unzner, Völke,
Weinert, Winkler (2), Woitas, Wutschke (2).
Literatur:
Wincenty Urban, Katalog Archiwum Archidiecezjalnego we Wroclawiu, Lublin
1965; [darin Akten betreffend die katholische Kirche von Stadt und Kreis
Ohlau; nach Gemeinden alphabetisch geordnet]; z.B.: auch Hünern.
Karl Buschbeck, Die evangelischen Kirchen und Gemeinden im Ohlauer Land,
Ulm 1968, S. 15.
Oswald Galaske, Erinnerungen an Hünern und Heidau; Heimatblatt Strehlen/Ohlau
7/1970, S. 11 f., 11/1970, S. 10, 12/1970, S. 4, 1/1971, S. 17, 4/1971,
S. 12, 7/1971, S. 17, 2/1972, S. 10, 5/1972, S. 14, 8/1972, S. 12, 1/1973,
S. 5, 4/1973, S. 7 f., 8/1973, S. 11, 9/1973, S. 4, 1/1974, S. 3, 7/1974,
S. 4 f., 3/1976, S. 3 f., 5/1976, S. 9 f., 6/1976, S. 9.
Oswald Galaske [aus Hünern und Heidau], Jugenderinnerungen an unser
liebes Ohlauer Land; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 2/1978, S. 15 f., 5/1978,
S. 9 f., 9/1978, S. 8, 10/1978, S. 10 und 19, 1/1979, S. 11 f.
Von der Gemeinde Heidau-Hünern, Kr. Ohlau; Heimatblatt Strehlen/Ohlau
8/1978, S. 20.
Eberhard Bittner, 1783 wurde Philippsfeld, Kreis Ohlau, gegründet;
Heimatblatt Strehlen/Ohlau 11/1983, S. 4 f.
Oswald Galaske, Schlesischer Humor in meinem Heimatdorf Hünern; Heimatblatt
Strehlen/Ohlau 5/1984, S. 11 f.
Oswald Galaske, Jugenderinnerungen an das Landleben in Hünern und
Heidau; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 6/1987, S. 29 f.
Oswald Galaske, Erinnerungen an das Schloß in Hünern; Heimatblatt
Strehlen/Ohlau 6/1987, S. 30.
Inge Göring, Schlösser im Kreise Ohlau: Hünern; Heimatblatt
Strehlen/Ohlau 7/1991, S. 19.
Marie-Theres Gräfin Strachwitz,, Erlebnisbericht eines Zeitzeugen
[über die Flucht vor der russischen Front und über die Vertreibung
aus dem Dorf Hünern]; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 1/1997, S.21 f.
Heinz Quester, Predigergeschichte des Kirchenkreises Ohlau in Schlesien.
In: Jahrbuch für Schlesische Kirchengeschichte, Band 76/77 (1997/98),
S. 396.
Heinz Quester, Ergänzungen zur Predigergeschichte des Kirchenkreises
Ohlau in Schlesien; in:Jahrbuch für schlesische Kirchengeschichte,
Neue Folge, Band 79, Stuttgart 2000, S. 167.
Heinz Quester, Zur Geschichte der evangelischen Kirchengemeinden des Kirchenkreises
Ohlau in Schlesien; in: Jahrbuch für Schlesische Kirchengeschichte,
Band 82, Stuttgart 2003, S. 257-282. Darin: Hünern S. 280-282.
Heinz Quester, Ortslexikon des Kreises Ohlau/Schlesien, Alfter 2007,
S. 73 f.
Kirchenbücher:
Verfilmungen: Taufen, Trauungen und Begräbnisse 1846-1849 Film SLC
0887175 sowie 1850-1870 Film SLC 0887172.
Standesamtsregister:
Staatsarchiv Breslau 1874-1882; Standesamt Ohlau 1898-1938 (jeweils mit
Lücken).