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Forschungsgruppe
Kreis Ohlau
Forschungsgruppe Kreis Ohlau, Schlesien, der Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher Klaus Kunze, Stegwiese 35, 51067 Köln |
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Grundherrschaft:
Vor 1288 Grafen von Danielowicz (Dammelwitz); 1341 Berthold von Zindel; 1358: Cunczo von Borsnitz und Henning Ome je zur Hälfte; 1360: Hanco Bondsin (Budsin) und Peczo Beyer mit weiteren Anteilen; 1714: von Prittwitz; 1783: „Kochern, gehöret gegenwärtig der Frau von Salisch“; 1819: v. Salische Erben; 1845: Otto Walter, Rittergutsbesitzer, zinst dem Rent-Amt Ohlau; sonst: Stifts-Amt Brieg.
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| 1360: |
| 23 Hufen, davon 3 Hufen Scholtisei. |
| 1530: |
| Aus 8 Bauernhufen Bildung eines Ritterguts, dem |
| 1656 |
| 5 weitere Hufen zugeschlagen werden. |
| 1783: |
| 1 herrschaftliches Vorwerk, 1 Mühle, 2 Bauern- und 17 andere Stellen, 163 Einwohner, „sprechen deutsch, sind evangelisch“. |
1819: |
1 Schloß, 1 Kretscham, 2 Bauergüter, 6
Freigärtner- und 10 Dreschgärtnerstellen, 1 Schmiedewohnung,
6 sonstige Feuerstellen, insgesamt 27 Haushalte; 174 Einwohner (92 männlich,
82 weiblich; 168 Lutheraner, 6 Katholiken). |
1845: |
1 herrschaftliches Schloß und Vorwerk, 1 Windmühle,
1 Roßmühle, 1 Brauerei, 1 Wirtshaus; 29 Häuser, 216
Einwohner (24 katholisch); 1 Schmied, 1 Händler; 1200 Merinoschafe,
Röthe- und Rapsbau, Bienenzucht. |
1871: |
Landgemeinde: 24 Wohngebäude, 44 Haushaltungen,
180 Einwohner (davon 66 ortsgebürtig; 82 männlich, 98 weiblich;
155 evangelisch, 25 katholisch). Gutsbezirk: 2 Wohngebäude, 10
Haushaltungen, 49 Einwohner (davon 5 ortsgebürtig; 24 männlich,
25 weiblich; 37 evangelisch, 12 katholisch). |
| 1885; |
| Landgemeinde: Flächeninhalt 96 ha, davon Ackerland 90 ha, Wiesen 2 ha; Grundsteuer-Reinertrag vom Ackerland 28,98 Mark/ha, von Wiesen 34,07 Mark/ha. 1 Wohnplatz mit 23 Wohngebäuden, 41 Haushaltungen und 180 Einwohnern (davon 81 männlich, 99 weiblich; 146 Evangelische, 34 Katholiken). – Gutsbezirk: Flächeninhalt 262 ha, davon Ackerland 249 ha, Wiesen 9 ha, Holzungen 1 ha; Grundsteuer-Reinertrag vom Ackerland 30,16 Mark/ha, von Wiesen 33,29 Mark/ha, von Holzungen 14,10 Mark/ha. 1 Wohnplatz mit 5 Wohngebäuden, 17 Haushaltungen und 93 Einwohnern (davon 45 männlich, 48 weiblich; 83 Evangelische, 10 Katholiken). |
1895: |
Landgemeinde: 19 Wohnhäuser, 39 Haushaltungen,
140 Einwohner (davon 65 männlich, 75 weiblich; 111 evangelisch,
29 katholisch). Gutsbezirk: 4 Wohnhäuser, 24 Haushaltungen, 115
Einwohner (davon 53 männlich, 62 weiblich; 98 evangelisch, 17 katholisch). |
1905: |
Landgemeinde: 18 Wohnhäuser, 26 Haushaltungen,
90 Einwohner (Muttersprache: deutsch 89, polnisch 1); Gemarkungsfläche
96,3 ha; Grundsteuer-Reinertrag 28,91 Mark/ha. Gutsbezirk: 6 Wohnhäuser,
22 Haushaltungen, 111 Einwohner (Muttersprache: deutsch 91, polnisch
10); Gemarkungsfläche 262,3 ha; Grundsteuer-Reinertrag 30,35 Mark/ha. |
| 1925: |
| 26 Wohnhäuser, 60 Haushaltungen, 256 Einwohner (davon 130 männlich, 126 weiblich; 215 evangelisch, 41 katholisch); Flächengröße 1931: 358,7 ha, Grundsteuer-Reinertrag 30,00 RM/ha. |
1935: |
260 Einwohner. |
1939: |
68 Haushaltungen, 217 Einwohner. |
Emil Opitz, Die Arten des Rustikalbesitzes
und die Laudemien und Markgroschen in Schlesien, Breslau 1904; darin: Erbfolgebestätigung
1354 für Erblehnscholtisei S. 12.
Christa Dziedo, Großburg – eine Dorfgeschichte [betreffend auch
Dammelwitz, Eulendorf, Graduschwitz, Haltauf, Kochern, Kontschwitz und Raduschkowitz];
Heimatblatt Strehlen/Ohlau 4/1977, S. 15 f.
Heinz Quester, Ortslexikon des Kreises Ohlau/Schlesien, Alfter 2007, S.
92 f.
Kirchenbücher von Großburg:
Verfilmungen: Film SLC 1959641 (Taufen 1766-1792, 1793-1800, 1829-1840,
Begräbnisse 1714-1792); SLC 1959642 (Taufen 1841-1854, 1915-1936, Trauungen
1741-1792); SLC 1959643 (Taufen 1780, Trauungen 1795-1862, Konfirmanden
1840-1867); SLC 1959644 (Begräbnisse 1865-1881, Konfirmanden 1869-1917,
1918-1944). - [Nach Großburg waren folgende Dörfer des Kreises
Ohlau eingepfarrt: Dammelwitz, Freudenfeld (Raduschkowitz), Grasau (Graduschwitz),
Haltauf, Hohenlinde (Kontschwitz), Kochern.]