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Forschungsgruppe
Kreis Ohlau
Forschungsgruppe Kreis Ohlau, Schlesien, der Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher Klaus Kunze, Stegwiese 35, 51067 Köln |
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Grundherrschaft:
1819: Domainen-Amt Ohlau; 1845: königlich (Rent-Amt Ohlau).
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| 1783: |
| „Um Olau gibt es angenehme Spatziergänge, besonders in dem sogenannten Thiergarten (welches eine waldige Insel auf der Oder ist), durch den gegenwärtig eine Schleuse [1781 in Betrieb genommen] zur Bequemlichkeit der Schiffahrt auf königliche Kosten geführt wird“. |
| 1795: |
| 30 bebaute Grundstücke, davon 16 Kolonistenstellen; schätzungsweise 225 Einwohner; Gemeinde Thiergarten gebildet aus den beiden Kolonien im Thiergarten und den Siedlungen in den Hühnersträuchern und im Roßgarten (Sterz). |
1819: |
1 Kretscham, 1 Bauergut, 2 Freigärtner-, 8 Dreschgärtner-
und 2 Freihäuslerstellen sowie 6 dienstbare Häuslerstellen,
4 sonstige Feuerstellen, insgesamt 24 Haushalte; 334 Einwohner (153
männlich, 181 weiblich; 250 Lutheraner, 84 Katholiken). |
| 1845: |
| 1 Zinkblechwalzwerk, 2 Wassermühlen (für Mehl sowie Grütze und Graupen), ehemals 1 Papiermühle (abgebrannt), 1 weitere Mehlmühle (anstelle der alten Tuchwalke), 1 Sägemühle, 1 Kalkofen, 1 Ziegelei, 6 Oderkähne, 1 Holzhof, 1 Holzhandlung, 60 Häuser, 594 Einwohner (127 katholisch); 11 Handwerker, 3 Händler. Der Ort ist dreigeteilt: erster (Haupt-)Teil zwischen Oder und Mühlgraben, zweiter Teil rechts der Oder, dritter Teil die einstige herzogliche Fasanerie „Hünersträucher“; die letztere hat die Unterabteilungen „Roßgarten“ (mit 2 Possessionen), „Bleiche“ (1 Freigärtnerstelle) und „Fischhälter“ (1 Gehöft anstelle der ehemaligen Fischhälter des königlichen Domainen-Amte Ohlau). |
1871: |
6 Wohnplätze, 58 Wohngebäude, 143 Haushaltungen,
577 Einwohner (davon 203 ortsgebürtig; 268 männlich, 309 weiblich;
441 evangelisch, 136 katholisch). Auf die Colonien entfallende Wohngebäude
und Einwohner: Hühnersträucher 4 und 40, Bleiche 2 und 43,
Hälterhaus 2 und 13, Sterz 5 und 33, Kleinthiergarten 11 und 56. |
| 1885: |
| Flächeninhalt 168 ha, davon Ackerland 124 ha, Wiesen 7 ha, Holzungen 15 ha; Grundsteuer-Reinertrag vom Ackerland 21,93 Mark/ha, von Wiesen 27,81 Mark/ha, von Holzungen 9,01 Mark/ha. 6 Wohnplätze mit 63 Wohngebäuden, 137 Haushaltungen und 607 Einwohnern (davon 290 männlich, 317 weiblich; 485 Evangelische, 122 Katholiken). Auf die Nebenwohnplätze entfallende Wohngebäude und Einwoher: Bleiche 3 und 38, Hühnersträucher 4 und 28, Klein Thiergarten 14 und 62, Sterz (Roßgarten) 4 und 26, Teich (Hälterhaus) 1 und 15. |
1895: |
4 Wohnplätze, 55 Wohnhäuser, 144 Haushaltungen,
582 Einwohner (davon 279 männlich, 303 weiblich; 471 evangelisch,
111 katholisch). Auf die Colonien entfallende Wohnhäuser und Einwohner:
Hühnersträucher 4 und 21, Sterz (= Roßgarten), 4 und
30, Klein Thiergarten 10 und 53. |
1905: |
51 Wohnhäuser, 33 andere bewohnte Baulichkeiten
(z. B. Schiffe), 186 Haushaltungen, 727 Einwohner (Muttersprache: deutsch
717, polnisch 9, deutsch und eine andere Sprache 1); Gemarkungsfläche
171,5 ha; Grundsteuer-Reinertrag 20,49 Mark/ha. Auf die Colonien entfallende
Wohnhäuser und Einwohner: Hühnersträucher 4 und 37, Sterz,
Anteil Thiergarten 5 und 27, Klein Thiergarten 9 und 53. |
| 1917: |
| Hühnersträucher nach Ohlau ausgemeindet. |
| 1925: |
| 3 Wohnplätze, 62 Wohnhäuser, 202 Haushaltungen, 750 Einwohner (davon 362 männlich, 388 weiblich; 555 evangelisch, 164 katholisch, 1 Jude, 3 Bekenntnislose); Flächengröße 1931: 155,5 ha, Grundsteuer-Reinertrag 18,78 RM/ha. |
1935: |
798 Einwohner |
| 1939: |
276 Haushaltungen, 857 Einwohner |
Erich Quester, Ein Stamm Sureck aus dem Kreis Ohlau/Schlesien [Thiergarten];
Archiv ostdeutscher Familienforscher III/3 (Dezember 1964), S. 44 f.
Fritz Haver, Ein Rückblick auf das 100-jährige Bestehen der Papierfabrik
[Thiergarten bei Ohlau]; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 3/1979, S. 15 f.
Eberhard Bittner, Das Zinkwalzwerk in Groß-Thiergarten, Kr. Ohlau; Heimatblatt
Strehlen/Ohlau 7/1979, S. 8.
P. Volpert, Thiergarten [Planskizze]; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 4/2004, S.
34 f.
Herbert Geyer, Spaziergang nach Thiergarten; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 7/2004,
S. 32-34.
Heinz Quester, Ortslexikon des Kreises Ohlau/Schlesien, Alfter 2007, S. 149 f.
Standesamtsregister: