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Das Schwarze
Ordensband ist eine Charakterart der Uferzonen stehender und
fließender Gewässer [EBERT 1997]. Dort mampfen die Raupen sich
von März bis Juni durch die typische ufernahe Vegetation:
Pappelblätter, Weide, Erlde, Ulme, Ahorn, Esche, und selbst
Brennesseln verschmäht ihr Hunger nicht.
Lichtscheu wie die Raupen sind auch die
Falter. Sie verstecken sich tagsüber lieber vor Freßfeinden,
Für einen hungrigen Vogel wäre freilich eine der fetten,
erdbraunen Raupe ein
Festschmaus, und die Falter werden nachts von Fledermäusen
gejagt.
Da sind Tarnung und ein gutes Versteck das
halbe Leben. Tarnung leistet die braune Tarnfarbe, und nachts
verstecken sich die Tiere gern ufernah unter Brücken. Dort
können sie an ihren Schlafplätzen große Kolonien bilden. In
Fürstenhagen fand ich unter der Betondecke der 50 m langen
Bachüberbrückung etwa 40 Schwarze Ordensbänder in kleinen und
großen Schlafkolonien. Sie kriechen teils sogar übereinander,
so daß sie sich mit ihren Flügeln gegenseitig bedecken. Hier
herrschte bei einer Außentemperatur von 35 Grad direkt über
dem Bächlein im Tunnel noch ein ganz anderes Mikroklima:
kühler und feuchter.
Die Falter sind groß. Männchen erreichen
eine Spannweite von 5,2 cm, Weibchen bis 6,5 cm.

Immer scheinen sie die Köpfen zum Schwätzchen
zusammenzustecken. Fotos: K.Kunze, Fürstenhagen 16.8.2026
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Fotos: K.Kunze, Fürstenhagen (Bramwald) 10.8.2026 |